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Urteile zu Pauschalreisen:
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U R T E I L E   Z U R   K Ü N D I G U N G   V O N   R E I S E N 

Urteil BGH 07.10.2008 Abflugverspätung


Urteil AG Hannover 25.02.2008 Kündigung


Urteil LG Duisburg 20.12.2007b Selbstabhilfe


Urteil AG München 23.10.2007 Chikungunya-Virus


Urteil OLG Frankfurt 16.09.2004 Visabedingungen


Urteil AG Bonn 24.08.2006 Tod Mitreisender


Urteil LG Köln 02.03.2004 Kündigung


Urteil LG München I 28.03.2001 Ersatzhotel




L E I T S Ä T Z E   Z U R   K Ü N D I G U N G   V O N   R E I S E N 

Urteil BGH 07.10.2008 Abflugverspätung 1. Anspruch auf Erstattung der kompletten Flugscheinkosten bei Verspätungen ab fünf Stunden besteht nur gegenüber dem Luftfahrtunternehmen nicht aber gegenüber einem Reiseveranstalter. 2. Bei einer Pauschalreise stellt die Verspätung eines Zubringerfluges um mindestens fünf Stunden nicht schon für sich eine erhebliche Beeinträchtigung dar, die eine Kündigung des Reisevertrages ermöglicht. Ob bei einer solchen Verspätung ein Kündigungsgrund gegeben ist, ist vielmehr aufgrund einer an Zweck und konkreter Ausgestaltung der Reise sowie der Art und Dauer der Beeinträchtigung orientierten Gesamtwürdigung zu beurteilen.

   

Urteil AG Hannover 25.02.2008 Kündigung Hat der Reisende ein Recht zur Kündigung der Reise, hat er Anspruch auf Ersatz der Anwaltskosten sowohl hinsichtlich der Kosten für die Kündigung der Reise als auch für einen Differenzschaden, der aus der Buchung einer teureren Ersatz-Reise resultiert.

   

Urteil LG Duisburg 20.12.2007b Selbstabhilfe 1. Die Kosten für eine erweiterte Selbstabhilfe (Umzug in ein Ersatz-Hotel) können erst dann geltend gemacht werden, wenn eine erhebliche Beeinträchtigung der Reise vorliegt, die ab einer Minderung von 25% anzunehmen ist...

   

Urteil AG München 23.10.2007 Chikungunya-Virus Der Chikungunya-Virus ist als harmlos zu betrachten. Sein Auftreten in Mauritius berechtigt daher nicht zu einer Kündigung wegen höherer Gewalt.

   

Urteil AG Bonn 24.08.2006 Tod Mitreisender 1. Der Tod eines Mitreisenden ist kein Mangel im Sinne des Reiserechts, denn objektiv ist die Fortsetzung der Reise nicht unzumutbar. Die seelische Beeinträchtigung, die auf Seiten des Reisenden nach Tod des Mitreisenden vorlag, stellt kein Kriterium der Unzumutbarkeit dar. Durch den Tod des Mitreisenden ist auch kein berechtigter Kündigungsgrund gegeben...

   

Urteil OLG Frankfurt 16.09.2004 Visabedingungen Die kurzfristige unangekündigte und unvorhergesehene Verschärfung der Einreisebestimmungen des Zielstaates einer Reise, die zu deren Undurchführbarkeit führt, weil die nun erforderlichen Visa nicht mehr rechtzeitig beschafft werden können, ist als „höhere Gewalt zu qualifizieren sind und berechtigen die Reisenden zur Kündigung des Reisevertrages.

   

Urteil LG Köln 02.03.2004 Kündigung 1. Nach Antritt der Reise zum Gastschulaufenthalt ist ein Rücktritt auch dann ausgeschlossen, wenn die ARB für einen Rücktritt zu diesem Zeitpunkt eine Rücktrittspauschale vorsehen, aber eine Kündigung des Vertrags ist zulässig.

   

Urteil LG München I 28.03.2001 Ersatzhotel 1. Bei einer nur einwöchigen Reise ist der Kunde nicht verpflichtet, eine wegen Überbuchung des Hotels erforderliche Unterbringung in einer anderen Unterkunft auch nur für einen Tag zu akzeptieren, wenn berechtigte Zweifel bestehen, dass die Reiseleitung am nächsten Tag tatsächlich Abhilfe schaffen kann. Der Reisende darf den Reisevertrag kündigen und sofort zurückzureisen...

   


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© Reiserechts-Register 2007 - Urteile zur Stornierung, zur Onlinebuchung und zum Sicherungsschein bei Pauschalreisen